Ein denkwürdiger Ballettabend

Jubel und „Standing Ovations“ bei der Erstaufführung von Sergei Prokofjews Ballett „Romeo und Julia“ im Stadttheater Baden. Die Ballettcompanie der Bühne Baden unter der Leitung von Anna Vita, die auch choreographierte und inszenierte, bezauberte das Publikum mit einem eindrucksvollen Tanzabend. Die Liebestragödie von William Shakespeare, von Prokofjew wunderbar vertont, wurde von der Balletttruppe gefühlvoll in Szene gesetzt. Allen voran Ran Takahashi als hinreißende Julia (in der Aufführung am 27.3. getanzt von Patricia Brandao Moura) sowie Klauss Luli als Romeo (am 27.3. getanzt von Alessandro Giovine).

 

Aber auch Karina Gieler als Julias Cousine Rosalinde, die die Amme im ursprünglichen Sinn des Stückes als ihre Vertraute ersetzt, weiß ebenso zu begeistern wie Daniel Greabu als Tybalt, oder Romeos Freunde Mercutio (Roberto Calabrese) und Benvolio (Samir Bellido).

 

Prokofjews Komposition ist eine ideale, emotionale Umsetzung des Stoffes. Anna Vita transferiert ihn in das 20. Jahrhundert, die Kostüme (Friederike Friedrich) von Anzug, Jeans und offenen Hemden erinnern da an die West Side Story, der modernen Version von Romeo und Julia, das Bühnenbild (Sandra Dehler) reduziert und karg. Das Orchester der Bühne Baden unter der Leitung von Michael Zehetner - wie immer lustvoll und mitreißend - gibt diesem besonderen Abend einen wunderbaren Rahmen. Getanzt wird noch am 27. und 29. März.

 

 

 

Michael Stenzel

 

www.buehnebaden.at

 

 


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