Ein unkonventionelles Vorstadtglück

„Mein wunderbarer Waschsalon“

im Mödlinger Stadttheater

 

Wir schreiben die 1980er Jahre in England. Omar (Felix Frank) ist ein junger Pakistani der den heruntergekommenen Waschsalon seines Onkels Nasser (Markus Tavakoli) auf Vordermann bringen und dabei das große Geld verdienen will. Ein Stück des Engländers mit pakistanischen Wurzeln Hanif Kureishi, dass 1985 von Stepen Frears verfilmt wurde und zu einem Klassiker des LGBT-Films wurde.

Felix Metzner versucht in seiner Inszenierung im Mödlinger Stadttheater das Stück zu modernisieren und in die heutige Zeit zu verlegen, was nur bedingt gelingt. Kureishi thematisiert in seiner Tragikomödie Neoliberalismus, Arbeitslosigkeit, Rassismus und Vorurteile gegen Homosexuelle der Thatcher-Zeit in England, die durchaus noch heute gelten. Omar und sein Schulfreund Johnny (Simon Brader), der ihm als Geschäftspartner bei der Modernisierung des Waschsalons hilft, werden ein Liebespaar. Das alles gefällt weder Johnnys ehemaligen Kumpels aus der rechten Szene noch Omars traditioneller Familie: Das kleine unkonventionelle Vorstadtglück gerät in Gefahr ...

In weiteren Rollen unter anderem Massud Rahnama (Omars Vater), Minou N. Baghbani (Nassers Tochter Tania), Sibylle Kos (Nassers Freundin) und Philipp Stix (Geschäftsmann). "Mein wunderbarer Waschsalon" plädiert für eine humanere und tolerantere Gesellschaft und den Ausbruch aus alten, überholten Systemen. Im Stadttheater Mödling noch bis zum 22. März 2025.

 

www.theaterzumfuerchten.at/StadttheaterMoedling/

 

Michael Stenzel

 

 


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